Die Radio-Ehe ist mit Delay zurück!

Shownotes

Diese Folge ist schon 4 Wochen früher bei Podimo im kostenlosen Bereich der App erschienen. Wenn du die neueste Folge immer sofort hören möchtest, gehe auf http://podimo.de/friendsfm

Endlich wieder vereint! Nach gefühlten 100 Jahren öffentlicher Funkstille sitzen Larissa Rieß und Philipp Isterewicz endlich wieder gemeinsam vor den Mikrofonen. Und wie das bei einem neuen Podcast-Baby so ist, gibt’s erstmal ne Vorstellungsrunde der beiden. Da erzählt Larissa vom schmalen Grat zwischen DJ-Life und Windeln wechseln, warum sie vom „Singer-Songwriter-Selbstmitleid” zum Auflegen gewechselt ist und warum sie ihren Mann nach ein paar Tagen mit Philipp beim falschen Namen nennt. Philipp geht seinen wilden Werdegang vom Radio-Kid zum News-Anchor durch und warum er schon mit 16 eine Steuernummer hatte und was hinter seinem legendären Spitznamen „Philipp mit drei Ps” steckt.

Zieht euch die erste Folge rein! Es wird laut, es wird ehrlich und es wird genau so, wie ein Gespräch unter besten Freunden sein sollte.

Auf Instagram findest du Larissa und Philipp auch, nämlich hier: https://www.instagram.com/larissariess/ https://www.instagram.com/philippisterewicz/

Dieser Podcast erscheint immer donnerstags zuerst bei Podimo.

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Friends FM ist ein Podcast von Podimo.

Hosts: Larissa Riess und Philipp Isterewicz Producerin: Nicole Staerke Marketing: Lucie Kieschke Sound und Video: Felix Andorf Cover-Design: Anna Lea Schmitt & Christoph Brandes Executive Producer: Juliane Rinne

Transkript anzeigen

00:00:03: Und deswegen verstehen wir uns auch so gut, weil wir sind super unterschiedlich.

00:00:07: Ja,

00:00:07: eigentlich sind

00:00:08: wir ganz anders.

00:00:09: Total anders.

00:00:10: Also wirklich total,

00:00:11: total, total anders.

00:00:11: Ich bin ein Mann, du bist eine Frau.

00:00:13: Zum Beispiel.

00:00:14: Richtig.

00:00:15: Ja, das ist einer der Punkte.

00:00:18: Richtig.

00:00:33: Larissa Ries, was für ein schönes Intro, die für uns gebaut haben.

00:00:37: Die lieben Freunde

00:00:38: von Pottimo.

00:00:39: Das haben sie toll gemacht.

00:00:41: Ist das nicht schön?

00:00:42: Jetzt sind wir hier.

00:00:44: Unser Podcast.

00:00:45: Lange hat es gedauert, aber jetzt sind wir hier.

00:00:47: Larissa Ries und Philippe Seriewicz, wieder miteinander vereint in der Podcastwelt.

00:00:52: Ich muss da auch erst mal wieder reinkommen und ein bisschen warm werden mit.

00:00:56: Das ist was ganz anderes als damals im Radio.

00:01:00: Damals im Radio, das klingt so, als ob wir vor zwanzig Jahren mal zusammen moderiert hätten.

00:01:04: Aber ja, ich finde es auch krass, weil es vor allen Dingen für mich was ganz Neues ist.

00:01:08: Ich war schon zu Gast in Podcasts und so, aber jetzt mal selber einen eigenen Podcast zu machen und dann auch noch mit meinem Radio eh, Mann.

00:01:15: Das ist natürlich hier sehr schön außergewöhnlich.

00:01:17: Aber vielleicht sollten wir unseren Podcast so starten, dass wir uns einmal kurz vorstellen für die Leute, die nicht wissen, wer wir sind oder was wir sind, was wir hier tun.

00:01:27: Und warum?

00:01:27: Wer bist du eigentlich?

00:01:29: Ja, wer bist du eigentlich?

00:01:31: Fangen wir so an, oder?

00:01:31: Sollen wir uns gegenseitig einfach kurz ein paar Interviews?

00:01:35: Wie bei so einem ersten Kennenlernen.

00:01:39: Also wir sitzen jetzt hier, haben schon mal was zu trinken bestellt und Erzähl doch mal, was machst du so im Leben?

00:01:45: Wer bist du?

00:01:46: Also, ich bin Larissa Ries.

00:01:48: Ich bin ... ... siebenunddreißig Jahre alt.

00:01:53: Ich bin Radiomoderatoren und hab dann aber irgendwann doch mehr aufgelegt als Radio gemacht, sondern irgendwann so viel aufgelegt, dass ich gesagt habe, okay, jetzt mach ich nur noch DJ-Kram.

00:02:04: Und bin also ... ja.

00:02:07: DJ und mittlerweile aber auch verheiratet und habe zwei Kinder und ein Hund.

00:02:13: Zwei ganz, ganz tolle Kinder.

00:02:15: Ich bin Philipp, ist Therevich.

00:02:17: Du hast mal so schön gesagt, das habe ich mir bis heute gemerkt.

00:02:19: und bis heute, wenn es um meinen Nachnamen geht, drop ich immer wieder diesen Satz, weil du mal gesagt hast, das werde ich nie vergessen, ja ist Therevich.

00:02:26: Das klingt ein bisschen wie eine Hautkrankheit und das lockert die Situation oder wie ein Juckreiz oder so, hast du damals gesagt.

00:02:33: Das lockert die Situation immer, ist ja auch wirklich kompliziert.

00:02:35: Ja, ich mache auch schon ganz lange Radio.

00:02:38: Ich bin Radiomoderator in erster Linie.

00:02:42: Und ich moderiere Nachrichten im Fernsehen, die Frühnachrichten.

00:02:47: Aber was verbindet uns eigentlich?

00:02:48: Das ist doch das, was viel, viel wichtiger ist.

00:02:50: Wir haben ganz, ganz lange, dürfen wir das eigentlich sagen?

00:02:53: Oder hat Pottimoda was dagegen?

00:02:54: Ach komm, alles ist miteinander vereint.

00:02:58: Und ich glaube, auch in unserem Vertrag steht wirklich, wir dürfen alles sagen.

00:03:01: Wir haben ganz, ganz lange bei uns live moderiert zusammen.

00:03:05: und sind da zusammengewürfelt worden von unserem Programmstift damals und so haben wir uns kennengelernt.

00:03:10: Also wir haben uns wirklich kennengelernt durch die Arbeit, durchs Radio, durch viele Sendungen, die wir gemacht haben und daraus hat sich dann so eine Freundschaft entwickelt.

00:03:21: und eigentlich müssen wir viel weiter einsteigen, weil was viele nicht wissen, wir haben uns ja schon immer Obwohl wir uns nicht kannten verfolgt.

00:03:28: also ich war irgendwie bei einem radiosender hab dann praktikum gemacht dann war da Larissa dann war ich da wieder und dann kam wieder.

00:03:34: aber es war zufalls war alles großer zufall dass das wir immer wieder bei den gleichen stationen waren.

00:03:40: und dann war ins live haben wir uns kennengelernt und wir beide wollten auch nie zusammen moderieren weil das schon so

00:03:46: wir wollten generell nicht mit jemanden zusammen moderieren.

00:03:49: es war nicht so dass wir

00:03:50: also Nicht miteinander,

00:03:52: sondern generell.

00:03:54: Genau.

00:03:55: Doppelmoderation ist schon so ein... Wie sagt man immer, Königsdisziplin ist schon wirklich... Man muss sich schon verstehen, man muss irgendwie harmonieren miteinander.

00:04:05: Wir hatten einen Programmschiff, der gesagt hat, ihr zwei, ihr versucht es jetzt miteinander.

00:04:09: Und daraus ist wirklich so eine Radio-Liebe, aber auch so eine Freundschaft entstanden.

00:04:13: Und deshalb sitzen wir jetzt hier.

00:04:15: Vielleicht können wir aber auch noch mal... für die, die noch dran sind, vielleicht können wir so einen kleinen, wie soll ich sagen, so einen kleinen Sprung in die Vergangenheit machen, weil vielleicht fragen sich die einen oder anderen ja auch noch mal, okay, wie sind wir da überhaupt hingekommen?

00:04:30: Weil das ist immer das, was ich mich frage, wenn ich andere Podcast höre, ich will immer wissen, okay, wer ist eigentlich die Person, die mir das erzählt?

00:04:37: und wie ist die Person dahin gekommen?

00:04:39: Weißt du?

00:04:40: Und deswegen, also das sind auch so Nachrichten, die mich immer wieder so erreichen, wenn ich so Fragerunden oder so was mache, dann wollen die Leute immer wissen, ja, aber wie kamst du dazu?

00:04:48: und so.

00:04:49: Vielleicht können wir so einfach mal so ein kleiner Rundumschlag machen.

00:04:54: Und dann enden wir wieder quasi bei unserer Radiosendung bei Hands Live.

00:04:57: Und zwar war das nämlich so, wir wollten beide schon immer Radio machen, eigentlich schon während der Schulzeit.

00:05:03: Und Philipp hat schon super früh angefangen.

00:05:05: Schon während der Schulzeit warst du schon beim Radio.

00:05:09: Genau, an Wochenenden bei so einem Kinder- und Jugendradiosender, den gibt's immer noch, Radiofeierwerk.

00:05:15: Und die haben irgendwie, die haben Kinder gesucht, jugendliche Kinderreporter, Moderatoren, die dann in so einer Radio-Wissenssendung, zum Beispiel U-Bahnfahrer-Interviewen oder Meteorologen und so weiter.

00:05:29: Und da hab ich meine Eltern hingeschickt, da bin ich hingegangen, hab das gemacht.

00:05:33: Und irgendwie hat das geklappt und das hat super viel Spaß gemacht, jeden Samstag, live auch.

00:05:38: Und als es dann darum ging, so die ersten Praktika zu machen, und dann sind die meisten irgendwie, ich weiß nicht, mit fünfzehn, sechzehn zur Bank gegangen oder zur Versicherung, ich komme aus München ursprünglich, wie das hier halt so ist, da hab ich auch lange überlegt, okay, was will ich machen?

00:05:52: Dann hab dann geschneit, warte mal, ich mach doch schon was.

00:05:55: Und das wollte ich vertiefen.

00:05:56: Und hab mich dann... Penetrant überall beworben bei irgendwie zig Radiosendern und die haben dann alle gesagt, nee, weil zu jung und hat noch nicht meinen Führerschein und so weiter.

00:06:05: Aber ein paar haben dann doch ja gesagt und einer Peter Bertelshofer von Radio Two Day, das ist so ein Stadtsender in München, den hören alle, alle Taxifahrer.

00:06:17: Thule, der hat mir dann einen Job gegeben, hat gesagt, da war ich sechzehn.

00:06:23: Ja, sie dürfen, wenn sie wollen, jeden Samstag und Sonntag moderieren.

00:06:25: Ich glaube, der wusste gar nicht, dass ich noch nicht volljährig bin.

00:06:28: Aber ich habe dann so mit sechzehn meine erste Steuernummer als Freiberufler beantragt, habe die dann bekommen und habe dann so Radio gemacht vor mich hin.

00:06:37: Das war natürlich furchtbar, wenn ich jetzt im Nachhinein, ich habe sicher noch irgendwo so uralte Mitschnitte, also so alte Aufnahmen.

00:06:43: Wenn ich das heute höre, würde ich wahrscheinlich sagen, oh Mann, was hast du da gemacht?

00:06:46: Aber Das war die Eintrittskarte, weil ich mich dann mit etwas in der Hand bei größeren Sendern bewerben durfte.

00:06:54: Und so ging es dann irgendwie immer, immer, immer weiter.

00:06:58: Dann habe ich irgendwie sich Praktika gemacht nebenbei.

00:07:00: Jede Schulferien war bei Rock-Antenne als Jungmoderator.

00:07:05: Das habe ich auch nie vergessen, habe dann da alles von der Pique auf gelernt.

00:07:09: Und dann kamen andere Stationen, Big FM, Eins Live und, und, und.

00:07:13: Ich war wirklich bei vielen, vielen Radiosendern.

00:07:15: Enjoy.

00:07:16: Darf ich einmal kurz auf BigFM kommen.

00:07:19: und so habe ich nämlich zum ersten Mal von dir erfahren.

00:07:23: Und zwar darf ich sagen, wie du damals genannt wurdest.

00:07:26: Klar.

00:07:27: Philip mit drei P's.

00:07:29: Das war Horror, kann ich auch heute auch sagen.

00:07:32: Wir

00:07:32: haben so einen Namen bekommen, nämlich dort bei BigFM.

00:07:34: Und Philip war Philip mit drei P's.

00:07:36: Das war dein Spitzhahn.

00:07:37: Philip

00:07:37: mit drei P's?

00:07:38: Der Single mit Hund.

00:07:41: Der Single mit Hund.

00:07:42: Jeder Moderator hatte da so eine, weil man... So jung war und noch keine Persönlichkeit hatte.

00:07:48: Ja, wurde man so einem Typfest geschrieben

00:07:51: irgendwie.

00:07:51: Genau, ja.

00:07:52: Wie gab es noch Womanizer René, die schöne Julia Porat, die irgendwie Paris hielten, das das deutschen Radius.

00:08:00: Paris hielten das Radius.

00:08:01: Wahnsinn.

00:08:01: Sollte ich mal eine Grüße von ihr über

00:08:04: uns sagen.

00:08:05: Ich hab mit ihr noch Kontakt.

00:08:07: Ja, stimmt.

00:08:08: Und ich war

00:08:08: damals, komm ich spät dazu.

00:08:12: Ja, also viele, viele, viele Radiosender, viele Praktiker und ich gehörte so zu denen, zu denen, zu denen, zu denen, zu den Machern.

00:08:20: und dann bin ich direkt noch, also wie gesagt, während der Schule eingestiegen und dann... bin ich danach da Schule einfach geblieben und hab die Schule des Radios mitgenommen.

00:08:32: Und einen Satz noch, um das mitzunehmen.

00:08:34: Ich wollte auch früher, also klar, immer zum Radio, aber ich bin ja eigentlich gar nicht Larissa weiß das.

00:08:38: Wir beide verstehen uns und deshalb können wir das so machen, aber ich bin ja gar nicht so der große Unterhalter.

00:08:43: Also ich musste in meinem Leben schon zwanzigtausend Mal oder wollte auch zu irgendwelchen Castings.

00:08:48: Und da ging es so Richtung Unterhaltung, egal ob Radio oder Fernsehen.

00:08:51: Das war nie so richtig meins.

00:08:52: Und eigentlich wollte ich, wenn wir von Fernsehen reden, immer Nachrichten moderieren.

00:08:57: Es hat mich immer, immer gekickt.

00:08:59: Und jetzt darf ich seit drei Jahren auch schon so wahnsinn, wie das ... Und seit

00:09:05: dem Show ich auch noch nicht.

00:09:06: Und

00:09:07: seitdem ich alle Risse auch nachrichten, darf ich die Frühnachrichten in Seit eins moderieren.

00:09:12: Also ganz, ganz toll.

00:09:13: Ich finde Radio ist nochmal so, da sitzt man so, so wie jetzt hier auch, da kennst du irgendwie in Mütze sitzen und einfach deinen Ding machen und so erzählen.

00:09:21: Das ist nochmal was anderes als im Fernsehen auf Knopfdruck.

00:09:24: Du weißt das besser.

00:09:26: Auf Knopfdruck zu funktionieren.

00:09:27: Ich bin auch so ein Typ.

00:09:29: Ich mag zum Beispiel auch Weihnachten, Silvester oder Geburtstage nicht.

00:09:32: Immer, weil du dann so auf Knopfdruck gute Laune haben musst.

00:09:36: Ich meine, alle erwarten dann, dass du jetzt perfekt gut drauf bist.

00:09:39: Das ist mir viel zu anstrengend, das mache ich nicht.

00:09:42: Aber bei Nachrichten kannst du dich zurücknehmen, da bist du zwar irgendwo in erster Reihe, aber der Inhalt steht im Fokus.

00:09:47: Das ist, da fühle ich mich wohl.

00:09:50: So, und jetzt erzähl du.

00:09:52: Und du moderierst immer noch eines Live, muss man sagen.

00:09:54: Ja, und ich mache immer noch Radio.

00:09:56: Ja, du, die müssen mich da irgendwann, glaub ich, Ich weiß nicht, in so eine Schubkarre

00:10:01: packen... Mit achtzig mit einem Rollstuhl dann rausfahren und dann direkt ins Alpenland...

00:10:04: Ja, mit einem Rollator raus schieben, ja.

00:10:08: Und du hast auch viele Meilen auf deinem Konto, um da hinzukommen, wo du bist, muss man auch sagen.

00:10:14: Ja, also ich wollte, wie Philipp auch zum Radio, habe aber erstmal... Studiert in Barcelona.

00:10:22: Ich wollte eigentlich immer in Mannheim studieren.

00:10:24: Mannheim war jetzt nicht immer meine favorite Stadt, aber die hatten oder haben immer noch eine richtig geile Uni dort.

00:10:29: Das ist so ein Schloss, das ist wunderschön.

00:10:31: Ich wollte da unbedingt studieren, Medien- und Kommunikationswissenschaften.

00:10:35: Hat aber nur ein Abi von zwei vier.

00:10:36: Man hat da irgendwie eins null oder so gebraucht.

00:10:38: Also bin ich nach Barcelona.

00:10:40: Ich finde ich mittlerweile eigentlich auch.

00:10:42: Also damals eigentlich auch, weil ich war eigentlich keine super, super Schülerin.

00:10:46: Ich bin da immer so entspannt, so so ein Dreierschnitt durch.

00:10:48: Und dann aber habe ich gemerkt, ab der zwölften Klasse, ich will auf jeden Fall studieren.

00:10:52: Und dann habe ich nochmal Gas gegeben.

00:10:54: Und ja, und dann habe ich zwei Jahre in Barcelona studiert und habe da gefeiert und habe dort aber schon angefangen Musik zu machen.

00:11:04: in so kleinen Bars und so, dann immer mit Gitarre gespielt und gesungen und so, es hat aber einfach kein Mensch interessiert.

00:11:10: Ich glaube, ich war auch einfach nicht so gut.

00:11:11: Und dann bin ich aber nach Deutschland zurück, hab dann einen Quernstück gemacht an die Uni Mannheim und hab dann während dem Studium aber gemerkt, ich will aber schon zum Radio und hab dann bei Energy München angefangen, wo Philipp dann schon so seine erste Duftmark hinterlassen hatte, weil ich kam dahin und du warst da ja auch schon, oder?

00:11:33: Ja, ich habe ein Praktikum gemacht.

00:11:34: Doch, doch, ich habe da mehrere Ferien verbracht bei Energiemüllchen.

00:11:42: Ja, klar.

00:11:43: Und da habe ich nämlich dann meinen Voluntariat, also die Ausbildung beim Radio gemacht, Zeit gleich zum Studium und habe dann eine eigene Sendung in Berlin gehabt bei JamFam.

00:11:55: Und von Jam FM ging's dann zu Big FM.

00:11:59: Auch da hatte Philipp bereits seine Duftmark hinterlassen und dort wurde ich dann Larissa Rees, aber geschrieben mit R-E-C-E.

00:12:08: Und ich

00:12:08: war ...

00:12:10: Larissa Reed.

00:12:11: Und bei mir war das so, wir haben dann damals so ein Text bekommen.

00:12:18: Wer ist eigentlich Larissa Reed?

00:12:19: So wow, sie ist eine Musikexpertin.

00:12:22: Ich wurde so als die Musikexpertin da eingeführt und hab die ganzen Musikinterviews und so gemacht und hab dann die Morning Show moderiert.

00:12:31: Und dann bin ich aber zu eins live gekommen.

00:12:33: Und da war dann der

00:12:34: Philipp.

00:12:35: Gott sei Dank, wirklich.

00:12:36: Ja,

00:12:37: und ich wollte...

00:12:37: Ja?

00:12:38: Ja.

00:12:38: Bitte?

00:12:39: Nee, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag,

00:12:41: sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag,

00:12:44: sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, sag, Wirklich so, dass dann so was Schönes daraus entsteht.

00:13:03: Also wirklich über dieses Radio, diese Leidenschaft für dieses Medium und für den Job, dass wir dann so verschmelzen miteinander.

00:13:13: Ja, aber ich glaube zum Beispiel nicht, dass das so generell so was, dass das vorgegeben ist oder so.

00:13:17: Das sollte so sein, sondern ich glaube irgendwas in uns.

00:13:21: wollte uns dahin bringen und deswegen verstehen wir uns auch so gut, weil wir beide dasselbe wollten und deswegen sind wir dort auch gelandet.

00:13:27: Wir wollten da auch irgendwo sein und weißt du was ich meine und deswegen funktioniert es dann auch gut.

00:13:33: Nur halt so auf unsere eigene Art und Weise und deswegen verstehen wir uns auch so gut, weil wir sind super unterschiedlich.

00:13:39: Ja,

00:13:40: eigentlich

00:13:40: sind wir ganz anders.

00:13:41: Total anders, also wirklich total

00:13:43: total.

00:13:43: Ich bin ein Mann, du bist eine Frau.

00:13:46: Zum Beispiel, richtig.

00:13:48: Ja, das ist einer der Punkte, richtig.

00:13:52: Und genau, und im Gegensatz zu Philipp wollte ich aber eigentlich nicht unbedingt Fernsehen machen, das hat mich jetzt gar nicht so sehr interessiert, aber damals wurde meine Radiosendung bei Eins Live, dann, da habe ich noch alleine moderiert, von Jan Böhmermann gehört und der hat dann gefragt, willst du nicht mit in meine Sendung kommen und da irgendwie, ja.

00:14:11: Mitmachen.

00:14:12: Beim Nähmagazin Royal damals noch.

00:14:14: Super.

00:14:14: Das war ja auch so fett und so ein großer

00:14:18: riesiger

00:14:19: Schritt für dich.

00:14:20: Der hat damals mich, ich hatte auch keine öffentliche Facebookseite, der hat mich über meine private Facebookseite kontaktiert.

00:14:26: Und auch direkt

00:14:27: eingeschrieben.

00:14:29: Ja, direkt geschrieben.

00:14:30: Dies ist eine reingeschäftliche Freundschaftsanfrage.

00:14:33: Und hier, und dann wurde es so ganz, hat er mich irgendwie da direkt zum Studio eingeladen und direkt gesagt, komm, wird sie nicht willst du nicht irgendwie mitmachen.

00:14:42: Und von dort ging das dann los, dass ich dann von anderen Filmschaffenden sozusagen herangezogen wurde und dass dann mehr in diese Comedyrichtung kam.

00:14:53: Also ich war dann vom Neomagazin immer, ja bitte unterbricht mich gerne.

00:14:57: Nein,

00:14:58: weil das ist zum Beispiel auch dieser ernst gemeinte Unterschied, dass man, also klar haben wir beide einen wahnsinnig tollen Humor, aber Du hast halt dieses, und das liebe ich auch so sehr an dir, dieses riesige Talent, dass du das auch nach draußen bringen kannst, ohne dabei so affig Albern zu rücken.

00:15:18: Weißt du?

00:15:19: Und ich hab ganz oft gemerkt, ich bin das nicht.

00:15:24: Deshalb so, ich sag mal, normale Moderation, so wir nennen das Magazin, Moderation, klar, so alles mit einem journalistischen Inhalt, alles super.

00:15:32: Aber deshalb hätte ich sowas ja niemals irgendwie machen können.

00:15:35: Aber erzähl weiter bitte.

00:15:36: Ja, ich hab das auch einfach alles gar nicht so ernst genommen.

00:15:39: Ich hab halt viel Quatsch gemacht, weißt du, weil ich glaub dadurch, dass ich das nicht so dringend wollte, war mir vieles auch scheißegal.

00:15:45: Und dann hab ich einfach gemacht, weil ich dachte so, ich hab meine Radiosendung und ich mach das andere nur just for fun, genauso wie beim Auflegen.

00:15:52: Ich hab zu der Zeit auch schon aufgelegt, schon bevor ich Radio gemacht hab ich aufgelegt und dann war mir das einfach alles so, beziehungsweise Musik gemacht.

00:16:00: Deswegen haben wir das einfach, ja, das war so just for fun einfach.

00:16:03: Weißt du, damit musste ich meine Brötchen nicht verdienen und das war auch nicht, wollte jetzt nicht die große, der große Comedy Star werden oder der nächste David Getter und deswegen habe ich das so just for fun nebenbei gemacht.

00:16:13: und dann wurde das eben beim Fernsehen dann immer mehr, immer mehr und auflegen wurde immer mehr.

00:16:19: und dann kam Philipp irgendwann um die Ecke und und wir haben irgendwie angefangen zusammen unsere Sendung zu machen und dann aber war es so, dass ich irgendwann gemerkt habe, okay, das wird mir jetzt werden mir zu viel Baustellen auf einmal.

00:16:31: Ich bin schwanger geworden.

00:16:33: Philipp, du bist übrigens der Vater.

00:16:35: Das kann ich dir hiermit jetzt.

00:16:37: Das war die Überraschung.

00:16:39: Ach, Mensch.

00:16:39: Das

00:16:39: war die große Überraschung.

00:16:40: Geld

00:16:42: kriegst du nicht von mir.

00:16:45: Verdammt.

00:16:46: Ich zahle schon

00:16:47: genug Unterhalt an Wehmer.

00:16:48: Das ist Larissa's Rund.

00:16:49: Wehmer wird von mir durchgefüttert.

00:16:51: Ja, das stimmt.

00:16:52: Ja, und dann habe ich halt mehr Radio und Auflegen gemacht.

00:16:59: Und dann irgendwann habe ich gesagt, jetzt lege ich nur noch auf, weil das wird mir noch ein bisschen zu viel.

00:17:04: Und bin zurück nach Heidelberg gezogen mit meinem Mann.

00:17:07: Und dann haben wir noch ein zweites Kind bekommen.

00:17:10: Und jetzt bin ich DJ immer noch und Mutter und hier Podcasterin jetzt seit ungefähr vierzehn Minuten.

00:17:19: Richtig gut.

00:17:19: Und wie fühlt es sich an?

00:17:20: Ist okay, oder?

00:17:21: Das ist sehr entspannt.

00:17:22: Ah ja, weißt du was?

00:17:23: Ich muss echt sagen, es ist mal jetzt wieder so eine schöne Abwechslung, weil das macht dich mal beim Radio, dass man da das Publikum nicht so sieht.

00:17:29: Beim Auflegen siehst du es ja direkt, weißt du, da ist ja direkt immer so ein Feedback.

00:17:33: Und jetzt ist das gerade so angenehmer.

00:17:34: Ich habe das Gefühl, wir zwei reden jetzt einfach nur.

00:17:37: Also ich vermisse beim Podcast extrem diese, wobei eigentlich vermisse ich es oder vermisse ich es nicht.

00:17:44: Mir fehlt manchmal was, mir fehlt so dieses Okay, jetzt drücken wir den Knopf und dann kommt ein guter Song.

00:17:50: Das vermisse ich schon.

00:17:52: Und manchmal denke ich auch... oder anders.

00:17:54: Was ich besonders gut finde und auch neu gelernt habe für mich ist, dass man so auch mal entspannt reden kann.

00:18:00: Wir haben ja beim Radio diese Musik im Hintergrund, diesen Beat, wir nennen das Musikbett.

00:18:05: Und dann musste immer auch so ein bisschen dagegen ankommen und zu werden.

00:18:07: Und wir sind einfach alleine und wir können so viel reden, wie wir wollen, keiner steht hinter uns und sagt, jetzt müsst ihr aber rausgehen, wir reden viel zu lang, die Leute wollen Musik.

00:18:15: Über eins, dreißig, über eins, dreißig.

00:18:17: Stopp, kommt zum Ende.

00:18:21: Das macht schon Spaß.

00:18:22: Aber ja, ich glaube, jetzt haben wir unsere Vita so was von durchstudiert.

00:18:24: und die zwei Leute, die noch zuhören und sich denken, ist das jetzt ein LinkedIn-Podcast?

00:18:28: Oder wo bin ich denn dann?

00:18:29: Ich glaube, ich glaube, man hat verstanden.

00:18:32: Ein

00:18:32: Linken ist das neue Instagram.

00:18:35: Ich hab das nicht.

00:18:35: Ich hab das

00:18:36: auch

00:18:37: nicht, aber meine Freunde haben

00:18:39: das alle.

00:18:40: Ja, also nichts gegen deine Freunde, aber ich finde das auch grundsätzlich auf was wir gerade gemacht haben.

00:18:44: Also ich finde es toll, dass wir diesen Podcast machen, aber die letzten paar Minuten fand ich schon... Ehrlicherweise unangenehm, weil ich finde das immer ganz, ganz furchtbar, wie bei so einem Bewerbungsgespräch.

00:18:54: Das man so als auch fehlen muss,

00:18:55: gell?

00:18:56: Also ich hab das gemacht und ich hab das gemacht und dann hab ich das gemacht.

00:18:58: Das ist halt immer... Aber ja, du hast total Recht und ich bin da dabei, dir natürlich interessiert, dass die Leute, wie kommt man da eigentlich hin?

00:19:05: Wie landet man da?

00:19:06: Es ist nicht so, dass man irgendwie bei LinkedIn tatsächlich gucken kann, wo werden Moderatoren gesucht oder so.

00:19:14: Jeder kann sich Moderator nennen, jeder kann irgendwo was vor sich hin moderieren.

00:19:17: Jeder

00:19:17: kann sich heute... Aber

00:19:21: das sind ja wirklich keine geschützten Berufe.

00:19:23: Das habe ich letztens auch erst geschnallt.

00:19:25: Jeder kann theoretisch Journalist sein.

00:19:27: Also falls ihr noch einen Job braucht, bitte.

00:19:31: Ihr könnt ja mal gucken.

00:19:33: Ja, aber ich glaube gerade bei so Sachen ist es dann so, dass sich dann Qualität immer durchsetzt.

00:19:38: Weil wir hatten das auch eine Zeit lang, als so die Ehre von Instagram losging.

00:19:43: Wo war das ganz in so?

00:19:48: Content Creator, wie man es jetzt nennt, Content Creator, hinter das Radiomikrofon zu setzen und diese Sachen sind zu neunzig Prozent alle schief gegangen.

00:19:57: Und da weiß ich noch, dass sich viele Moderatoren sich darüber aufgeregt haben und gesagt haben, aha, jetzt setzen die da schon jeden hin und dann dachte ich so, ja, aber was interessiert sich?

00:20:05: Also, wenn die gut sind, dann haben sie doch ihren Platz dort und fertig.

00:20:09: Und wenn nicht, dann werden die sich von allein... Das ist beim Auflegen übrigens genau das Gleiche.

00:20:13: Jetzt legt jeder auf und alle sagen, aha, jeder legt auf.

00:20:16: Wir sind da immer ruhig geblieben.

00:20:21: Ich denke auch immer, wenn so viele Leute auflegen, dann umso besser eigentlich, weil dann am Ende des Tages kommt es immer auf die Hand, die es drauf haben und die es richtig können.

00:20:33: Und wenn jemand, der seit fünf Minuten auflegt, es besser kann als du, dann hast du halt einfach Pech gehabt.

00:20:37: Man muss halt auch

00:20:39: sagen... moderieren Journalismus das ist alles das ist ein Handwerk also eigentlich auch nichts nichts nichts anderes.

00:20:46: und dann musst du halt wissen welches Format moderier ich?

00:20:49: es gibt eben Leute die können um noch mal darauf zu sprechen, zu kommen irgendwie, ich weiß nicht, ein Magazinsuper moderieren, andere können Interviews führen, andere können irgendwie so ein beides machen.

00:21:01: Es gibt Leute, die könnten niemals Nachrichten moderieren, weil sie das einfach nicht fühlen.

00:21:06: Ich bin total ein News-Junkie, ich mache das wirklich total gerne und lebe darin auch.

00:21:13: Und du

00:21:14: hast es auch gelernt.

00:21:16: Und trotzdem ist es so... Ja, das ist so ein Anlerrending.

00:21:21: Was wir an

00:21:22: Coachings

00:21:23: hatten und so.

00:21:25: Coachings, du warst bei zwanzigtausend Stationen, also keiner fällt einfach so vom Himmel und kann das dann.

00:21:31: Deshalb verstehe ich schon was zu meinen, ich verstehe auch schon, wenn sich Leute irgendwie ein Leben lang abrackern und unbedingt etwas wollen und dann holts, ich weiß nicht, Sender XY, irgendeine YouTuberin oder so, aber dann denk ich mir auch immer, und die Einstellung Time wäre beide, also stopp mich gerne.

00:21:48: So, das ist halt auch das Geschäft und so läuft auch das Business.

00:21:51: Das ist einfach so.

00:21:53: Und ich finde, man darf auch nie so... Ich hatte genau die Phase, als ich gesagt habe, ey, ich bin so happy mit meinem Leben.

00:22:01: Ich habe dieses tolle Radio, ich habe ja nebenbei auch immer irgendwie andere Sachen gemacht.

00:22:07: Genau dann, als ich dachte, mir geht es jetzt richtig gut, dann kamen diese anderen großen, schönen Sachen dazu.

00:22:12: Ich weiß gar nicht, ob du dich daran erinnerst, dass die Nachrichten mit den Frühnachrichten im, also während unserer Nachmittagssendung kam und ich meine noch so, ey, das ist jetzt total konkret und das klappt und so.

00:22:23: Und, ähm, ja.

00:22:24: Da habe ich mich sehr drüber gefreut.

00:22:26: Ich glaube, das Problem ist aber auch, dass manchmal Leute auch nicht wissen, wann Schluss ist.

00:22:29: Weißt du, die wollen so dringend irgendwas und merken nicht, wenn der Punkt kommt, wo sie einfach auch ehrlich zu sich sein müssen und sagen müssen, entweder das ist nichts für mich und das sind nicht die Skills, die ich irgendwie mehr antrainieren kann oder die ich einfach nicht habe.

00:22:45: Oder wenn man auch sagt, jetzt ist auch der Punkt vorbei.

00:22:48: Jetzt musst du auch mal ... Weißt du, ich hatte das bei ...

00:22:50: Ja, ja.

00:22:52: Wir haben total den Delay drauf.

00:22:53: Also Pottimo, könnt ihr da noch ein bisschen was dran drehen, weil es klingt so, als ob wir irgendwie in Washington

00:22:58: und... Nee, du unterbrichst mich so einfach ständig von wegen Delay.

00:23:01: Ja, weil ich... Ich hab so... Hallo, ich hab so ein Delay.

00:23:03: Deswegen, euch

00:23:04: wollt ihr gar nicht ins Wort fallen.

00:23:06: Hallo.

00:23:06: Enaktion

00:23:07: mit Delay.

00:23:09: Nee, aber ich hatte das bei der Musik.

00:23:10: Bei der Produktion.

00:23:12: Bei der Musik hatte ich das zum Beispiel auch.

00:23:13: Ich habe auch gerade erzählt, ich war in diesen Bars und hab da irgendwie vor mich hingetrennt.

00:23:22: Und es hat halt nicht funktioniert, es hat halt keinen Schwanz interessiert.

00:23:25: Aber du kannst sehr gut singen, also da ist eine sehr schöne

00:23:28: Stimme,

00:23:28: die viele Unterbrauche nicht sagen.

00:23:30: Nein, das ist Delay, das ist

00:23:32: Delay.

00:23:35: Ja, und hab dann irgendwann aber gemerkt, ich hab dann damals noch mit einem anderen Produzenten zusammengearbeitet, wir haben Songs irgendwie versucht irgendwie herauszubringen und so.

00:23:46: und ich hab dann irgendwann, der hat dann irgendwann so zu mir gesagt, jetzt schreibt doch noch mehr Songs und so, ja, und jetzt macht doch mal mehr, mehr.

00:23:52: und ich dachte so, nee, weil ich hab mein Herzblut in diese Songs schon rein... Und es fruchtet nicht.

00:24:06: und ich denke mir dann so, ich glaube, das ist es jetzt einfach nicht.

00:24:10: Und ich glaube bei mir, meine Kunst ist mehr tatsächlich so dieses... Das Auflegen, das Produzieren, in die Richtung zu gehen.

00:24:18: Und nicht dieses selbstmitleidige Singer-Songwriting.

00:24:21: Ich wurde auch jetzt immer wieder mal gefragt, wieso machst du eigentlich kein Singer-Songwriting?

00:24:25: Weil ich nicht mehr traurig bin.

00:24:26: Damals war ich zerfressen von selbstmitleidig.

00:24:29: Mir geht's nicht.

00:24:30: Er hat mich verlassen.

00:24:31: Ich steig morgens.

00:24:32: Mir hinkninkninkninknink.

00:24:34: Da bin

00:24:34: ich gemein.

00:24:36: Und da bin ich halt erwachsen geworden.

00:24:37: Ich hab gemerkt, eigentlich gibt's keine Grunde, um zu jammern.

00:24:40: Und jetzt ist auch mal gut.

00:24:42: Weißt du, jetzt hat mich kein Mann mehr verlassen.

00:24:44: Wo ist Holz?

00:24:50: Und deswegen gibt's da keinen Grund.

00:24:51: Das war jetzt

00:24:52: dreimal Holz.

00:24:53: Ja,

00:24:54: ich hab Holz gesehen.

00:24:57: Und dann hab ich halt einfach gemerkt, okay, das selbst mit Leid da, das interessiert kein Mensch.

00:25:04: Du musst halt mal weitergehen und gucken, wo deine Skills sind.

00:25:08: Und das ist halt nun mal das geworden.

00:25:11: Das Auflegen, das funktioniert einfach besser.

00:25:12: Ich bin da auch einfach besser drin.

00:25:14: Das ist einfach mein Ding.

00:25:16: Bist du fertig?

00:25:17: Ja, jetzt, du darfst jetzt jetzt das Delay irgendwie ist wieder vorbei.

00:25:22: Wir empfehlen euch übrigens sehr, falls ihr gerade nur zuhört, also in einem Sprich nur zuhören ist, wunderschön.

00:25:29: Aber wir haben auch, also Polymote richtig investiert, das alles wird auch abgefilmt.

00:25:34: Also wenn ihr wissen möchtet, wie Larissa nach Holz sucht, zum Beispiel und so, man kann uns auch einfach gucken.

00:25:41: Ich muss jetzt endlich mal drauf kommen, wir werden auch mit abgefilmt.

00:25:45: Man könnte meinen, ist Philipp dann auch Singersongwriter, Musiker?

00:25:48: Ja, ich spiele immer die Gitarrenparts für Ed Sheeran, wie man sich hinter mir sehen kann.

00:25:55: Und ich bin auch Künstler.

00:25:57: Philipp kann nicht mal dem Tag klatschen.

00:26:01: Dieses Kunstwerk heißt... Ein einsamer Spaziergang an der ESA im Herbst.

00:26:06: Nein, ich bin bei meiner Schwester in München zu Besuch, weil ich habe meine freie Woche.

00:26:11: Und genau, ich besuche sie und bin so in ihrer, ja, in ihrer Abstell-Ankleidekammer.

00:26:19: Sie meinten so, weh, du zeigst mir die Glamotten oder sonst irgendwas.

00:26:21: Und dann, sie hat mich hier reingepackt, weil es darf nichts anderes von ihrer Wohnung gezeigt werden, nur dieser kleine Ausschnitt.

00:26:28: Und meine Schwester kann anscheinend auch gitarisch spielen.

00:26:31: Vielleicht tut ihr euch einfach zusammen, Larissa, für so eine Band, so Preluders.

00:26:40: Ja, ich bin tatsächlich auch nicht zu Hause, wenn ihr dacht, wow, ist die reich.

00:26:44: Ganz risch.

00:26:46: Herzlichen Dank.

00:26:47: Ja, ihr könnt jetzt viel über die Tee singen.

00:26:49: Ja, ich bin auf jeden Fall bei meinen Eltern in der Wohnung.

00:26:52: Also das ist nicht meine.

00:26:54: Denn ich habe keine freie Woche.

00:26:56: Ich habe zwei Kinder und die sind zu Hause und die würden sonst hier ins Mikrofon pupsen oder irgendwas sagen oder machen.

00:27:03: Und deswegen bin ich geflüchtet in die Wohnung meiner Eltern.

00:27:06: Und meine Mutter hat kein Problem damit, dass irgendwas gezeigt ist, weil meine Mutter ist so fame-geil, die ist froh, wenn sie irgendwas von sich irgendwo wiedererkennen.

00:27:14: Das ist meine Couch.

00:27:15: Und ah, Larissa,

00:27:16: du warst bei uns kein Problem.

00:27:19: Sag ihr ganz, ganz liebe Grüße.

00:27:21: Eigentlich ist es ja

00:27:21: so, dass... Ja, muss ich ja nicht, weil ihr habt ja immer miteinander irgendwie zu tun.

00:27:24: Meine Mutter ruft nicht mehr an als mich, habe ich das Gefühl.

00:27:27: Das

00:27:27: stimmt.

00:27:28: Deine Mutter hat mich adoptiert.

00:27:30: Also macht dich da... Du bist wirklich

00:27:33: so wie der Sohn, den sie mir hat.

00:27:35: Ich habe mich

00:27:35: aber reingesniegt in eure Familie, weißt du?

00:27:37: Ich wollte da so dabei sein.

00:27:39: Hast du auch.

00:27:40: So gesehen bist du schon irgendwie Teil der Familie so ein bisschen.

00:27:43: Ja.

00:27:44: Mein Bruder wohnt ja in München, also so gesehen.

00:27:47: Ja, ich habe gerade überlegt, ob ich das sagen kann.

00:27:48: Aber genau, irgendwie auch da, also wir sind einfach miteinander verbunden.

00:27:53: Das

00:27:53: ist eigentlich das Interessante.

00:27:54: Bei mir in der Familie hat keiner ein Problem damit öffentlich gezeigt zu werden.

00:27:57: Weder mein Mann noch meine Eltern noch mein Bruder, aber ich zeige niemanden.

00:28:01: Weil ich immer Angst habe, dass dann irgendwie, weiß ich nicht, dass den irgendwas passiert.

00:28:04: Wo mein Bruder habe ich schon gezeigt, habe ich weniger Angst.

00:28:12: Aber deine Schwester zeigst du schon, gell?

00:28:14: Doch, meine Schwester zeig ich schon.

00:28:16: Und wir sind auch sehr... Aber die ist auch

00:28:17: schön.

00:28:18: Die zeigt man gerne.

00:28:19: Die ist...

00:28:19: Ah, der anderen Bruder sieht ja auch gut aus.

00:28:21: Aber nee, meine Schwester und ich uns trennen... Warte mal, ich hab letztens noch drüber nachgedacht.

00:28:25: Ich bin jetzt thirty- vier, sie ist twenty-five, sie wird sein.

00:28:27: Also uns trennen so acht Jahre.

00:28:29: Boah, das ist

00:28:30: schon lang, gell?

00:28:32: Das ist schon krass.

00:28:33: Schau mal.

00:28:34: Sie war zehn.

00:28:35: Hammer Rechnung, aber um das nochmal aufzuzeigen.

00:28:37: Sie war zehn, als ich achtzehn wurde.

00:28:40: Das ist

00:28:40: krass.

00:28:41: Da hatten wir nicht so ehrlicherweise die Berührungspunkte.

00:28:44: Ich kann mich noch daran erinnern.

00:28:45: Ich habe sie irgendwie zum Kindergarten oft gebracht, dann abgeholt, weil meine Eltern beide arbeiten mussten oder zur Schule gebracht.

00:28:51: Wir haben Hausaufgaben gemacht und uns um die Fernbedienung gestritten, weil ich damals noch die prosiven Nachrichten gucken wollte und danach kamen die Simpsons.

00:28:57: Dann habe ich das immer so verkauft.

00:28:58: Lass uns kurz Nachrichten gucken und dann gucken wir zusammen die Simpsons.

00:29:01: Damals hast du

00:29:02: schon Nachrichten geguckt, echt?

00:29:03: Ja, ich habe damals, das erzähle ich vielleicht nochmal, also ich habe damals, was diese Nachrichten angeht, Ja, das erzähle ich jetzt, dann vergesse ich das.

00:29:11: Mein Hirn ist auch irgendwie matschend manchmal.

00:29:13: Also, ich hab damals Nachrichten geguckt mit einer Frau, die Christiane Gerbot heißt.

00:29:18: Die hat, die hat, die hat, die hat, die hat, die hat, die hat, die hat, die hat, die hat, die hat, die hat, die hat, die hat, die hat, die hat, die hat, die hat, die hat, die hat, die hat, die hat, die hat, die hat, die hat, die hat, die hat, die hat, die hat, die hat, die hat, die hat, die hat, die hat, die hat, die hat, die hat, die hat, die hat, die hat, die hat, die hat, die hat, die hat, die hat, die hat, die hat, die hat, die hat, die hat, die hat, die hat, die

00:29:33: hat, die hat, die hat, die hat, die

00:29:33: hat, die hat, die hat,

00:29:34: die.

00:29:35: Vor allem sie ist doch jetzt auch voll, voll big im Game, oder?

00:29:38: Ist sie nicht Big Boss jetzt bei, bei, bei, bei, bei, bei N-Twenty, oder?

00:29:42: Oder wo ist sie?

00:29:43: Die ist, ja, bei Welt.

00:29:44: heißt das jetzt, genau.

00:29:45: Die

00:29:46: ist bei, bei, bei Welt, jetzt Chefin vom Dienst und so weiter.

00:29:48: Sie ist richtig beeindruckt.

00:29:49: Sie ist wenig mehr vor der Kamera.

00:29:51: Ja, ja, die ist da, also auch im, ich glaube, das darf man sagen, Betriebsrat und so.

00:29:54: Das ist ganz, ganz tolle Frau.

00:29:56: Und ich finde immer, sie hatte so... Sie hatte wahnsinnig kluge Anmoderationen drauf, weil du hast ja bei so Fernsehen-Nachrichten, also Formatnachrichten... Wenn du so was moderierst, also diese Beiträge an moderierst, hast du ja nur so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so.

00:30:30: Und um auf den Punkt zu kommen, rate mal, wen ich vor zwei Jahren nach all den Jahren kennengelernt habe.

00:30:35: Du musst nicht raten, weil das hast du mir sehr euphorisch erzählt.

00:30:39: Ich habe die halt mit mit mit mit fünfzehn Interview für die für diesen Kinderradiosender bin so an meine Agentin gekommen mit der ich seitdem auch zusammen arbeite.

00:30:48: und dann haben wir uns zig Jahre später in Berlin getroffen und seitdem treffen uns jetzt regelmäßig als ob ich Madonna treffen würde und dann gehen wir irgendwo in Berlin.

00:30:57: sie lebt in Berlin und diese Nachrichten die ich mache kommen also vom Frühstücksfernsehen kommen auch aus Berlin Dann sitzen wir da irgendwo und gehen essen.

00:31:04: Erzähl bitte noch mal, wie sie so rüber kam.

00:31:07: Weil das ist wirklich geil, wie du erzählt hast.

00:31:10: Ich konnte mir richtig vorstellen, wie das ist, wenn man sich mit ihr trifft.

00:31:13: Aber du gesagt, die kam da so rein und erzähl noch mal.

00:31:16: Naja, diese Frau

00:31:17: hat schon, also die, die, ich will jetzt nicht zu viel erzählen, weil vielleicht will sie das gar nicht.

00:31:22: Also sie ist auch jemand, das für mich super

00:31:23: ist.

00:31:23: Was glaubst du, wofür wir diesen Scheiß-Podcast machen?

00:31:25: Wir wollen die Hintergrund-Infos.

00:31:26: Wir wollen die Gossip.

00:31:27: Tell us everything.

00:31:29: Sie ist halt, sie ist aber niemand, die das... Ich finde ich ... Super cool.

00:31:33: Wir beide haben ja auch gesagt, wir machen nicht Radio, um irgendwie berühmt zu werden.

00:31:36: Ja, es gibt ja also ehrlicherweise, ich meine es jetzt gar nicht zickig oder arrogant oder so, oder lestermäßig, aber es gibt schon viele Leute, die irgendwie zum Radio gehen und zum Fernsehen, weil sie wollen, so bekannt werden und gucken dann nur auf ihre Follower.

00:31:47: Oh, jetzt habe ich irgendwie achtzig neue Follower bekommen.

00:31:49: Das ist so, ihr ging es immer um das Medium und ums Produkt und allein schon ihre Stimme und ihr ganzes Auftreten so.

00:31:57: Und dann sehen wir uns nach diesen zig Jahren, ja, als kleiner Junge.

00:32:02: kurz habe ich sie interviewt und dann treffe ich auf sie und sie stand dann da und seid dann so, na, hallo, langes Zähr, küsst den links, küsst den rechts.

00:32:12: und ich dachte so, oh mein Gott, diese Frau, die ich als irgendwie kleiner Pups geguckt habe, die mich fernsehmäßig sozialisiert hat, was Nachrichtenmoderation auch angeht, dann steht jetzt hier vor mir und redet mit mir, also wirklich.

00:32:24: Du kannst ja so vorstellen, ich hab meine Madonna des Fernsehens getroffen.

00:32:28: Gibt es bei dir so jemanden, irgendwie so ein Moderator, DJ oder Schauspielkollegen, wo du sagst, boah.

00:32:36: Ich meine, weißt du, weil wir treffen viele und ich bin mir sicher von zehn Leuten, die zuhören, kennen vielleicht noch zwei Christiane Gerbots.

00:32:42: So ehrlich muss man sein.

00:32:43: Aber für mich, weißt du, ist es einfach so wow.

00:32:45: Und wenn ich wahrscheinlich die echte Madonna treffen würde, würde ich auch sagen wow, aber anders.

00:32:50: Ja, weil du mit ihr halt nicht so total, mit der verbindest du ja nicht so richtig viel.

00:32:54: Also bei mir war das tatsächlich... Wir treffen

00:32:55: ja beruflich auch bei Ens Live.

00:32:56: Wir haben so viele Leute getroffen, diese ganzen Bausaß, Nina Schubers dieser Welt, alles tolle Künstler und Leute.

00:33:02: Aber gibt es bei dir jemanden, wo du sagst, oh, Gänsehaut, da bin ich auch mit... Leidenschaft dabei.

00:33:06: Ja, ich muss sagen, bei mir, was ich total krass fand, war Bully Herbig.

00:33:11: Ich fand den immer so faszinierend damals immer mit und Anke Engelke, weil ich habe damals schon Comedy einfach schon total toll gefunden.

00:33:24: Und das war ja eigentlich auch hauptsächlich, was ich beim Fernsehen gemacht habe.

00:33:30: Und ich muss sagen, ich hab damals immer die Wochenschau gesehen mit Anke Engelke und Ingolf Lück und hab damals immer die Bulli angesehen und fand das einfach, also die Bulli-Parade und fand das alles so toll.

00:33:44: Und dann, witzigerweise, hat Anke Engelke, war mal dabei gesessen beim Neomagazin, die war dort Gast und hat mich dort zum ersten Mal überhaupt gesehen, die wusste nicht, wer ich war.

00:33:55: Und hat dann, ich weiß nicht... zwei oder drei Jahre später, dass ich mich erinnert und hat mich zu Loll geholt, die Show von Bully.

00:34:04: Und dann habe ich quasi bei der zweiten Staffel von Loll, habe ich mitgemacht, weil Anke Engelke mich geholt hat und hat so dann mit Bully Herbig zusammenarbeiten können und mit ihr auch, die war ja auch mit dabei.

00:34:16: Und das fand ich auch so krass.

00:34:19: Total surreal, oder?

00:34:20: Ja, total.

00:34:21: Manche Sachen sind so surreal und das ist auch gar nicht mehr so, du kannst es gar nicht mehr so richtig Einordnen, weil das irgendwie so... Aber ich kann nicht, ich könnte mit diesen ganzen Leuten nicht befreundet sein.

00:34:33: Also es gab so ein paar Leute, so ein paar wirklich bekannte Leute, die gesagt haben, ach komm jetzt, lass uns doch nur mal einen Nummern austauschen, lass uns Kaffee trinken gehen oder so.

00:34:43: Ich konnte das bei keiner einzigen Person, weil das für mich zu heftig ist.

00:34:47: Ich könnte mit einer Enkelke nicht befreundet sein.

00:34:49: Das ist einfach, die ist für mich einfach so eine Ikone.

00:34:54: Und es gibt viele, so Annette Fria oder ganz viele solche Leute.

00:34:59: Ich kann, das ist mir zu... Zu aufregend.

00:35:04: Ja, es ist mir zu groß.

00:35:05: Also ich muss auch sagen, dass ich immer diese rote Teppichveranstaltung und so... Horror.

00:35:10: Horror, weil das ist für mich... Alpons.

00:35:12: Das ist mir zu krass irgendwie.

00:35:14: Das ist es nicht, weil ich das doof finde, sondern weil ich mich selber da völlig verloren fühle, weil ich denke, das ist mir einfach zu krass.

00:35:21: Macht es bitte alle.

00:35:22: Ich möchte das gerne zu Hause im Fernsehen anfühlen.

00:35:25: Ich möchte nicht Teil davon sein.

00:35:26: Ich kann bei den Sendungen dabei sein und kann da Blödsinn machen.

00:35:30: Das macht mir Spaß und das finde ich mega lustig.

00:35:33: Aber dann real sozusagen mit den Leuten Kaffee trinken oder da auf diesen toten Teppichen und so was sein, das ist mir einfach zu heftig.

00:35:43: Ich kann das nicht.

00:35:44: Ich sehe das genau so.

00:35:45: Ich hatte eine Zeit lang, da dachte ich, dass es wichtig, damit zu mischen und dass das auch vielleicht irgendwie dazugehört oder so, hat mich dabei auch nie so richtig wohlgefühlt.

00:35:54: Und ich finde, also ich kann nur noch mal daran anschließen, was ich gerade gesagt habe.

00:35:59: Ich finde, dass es immer besser mit der Arbeit und mit dem Produkt und mit der Leistung zu überzeugen und nicht damit auf welchen auf welchen roten Teppichen und Events.

00:36:07: Ich glaube

00:36:07: deswegen hat uns Radio auch Spaß gemacht.

00:36:09: Sorry, das Delay.

00:36:14: Deswegen hat mir oder hat uns beiden Radio so Spaß gemacht, weil wir das in erster Linie auch Weißt du, uns ging es immer und deswegen haben wir so gut funktioniert zusammen.

00:36:24: Uns ging es nicht darum, in erster Linie die Personalität-Show zu machen.

00:36:28: Und wir hatten damals einen Coach bekommen von unserem Chefbein Seif.

00:36:32: Da mussten alle Moderatoren einmal mit diesem Coach halt arbeiten.

00:36:35: Und der damals zu uns gesagt, was bei uns funktioniert, ist, dass wir den anderen scheinen lassen können, sozusagen.

00:36:41: Also wenn der ein Gang macht, dann müssen wir nicht einen drauflegen, sondern wir lassen ihm seinen Moment.

00:36:46: Und ich glaube, das ist so ein bisschen auch das Problem bei manchen.

00:36:50: Leute, wenn die irgendwann eine Zeit lang in diesem Beruf sind und den aus Ego gründen, machen oder hauptsächlich aus Ego gründen, dann wird das Produkt irgendwann nicht mehr gut.

00:36:58: Weil dann entweder dein Ego kommt in die Quersicht, auch ganz viel beim Auflegen, die Leute hören auf fleißig zu werden, die denken auflegen, es geht nur ums Saufen und ums irgendwie, keine Ahnung, sich irgendwas durch die Nase ziehen und irgendwie, wir haben jetzt da unsere Party und die verstehen nicht, dass sie Dienstleister sind, die verstehen nicht, dass es, also klar geht es darum, eine Show zu machen, aber es geht nicht darum, dass du besoffen mit deinem wenn du in zwanzig Freunden im Backstage bist und da irgendwelche Sachen kaputt machst.

00:37:23: Und diese Leute irgendwann, die schaffen es nicht mehr.

00:37:26: Ich kann dir immer relativ schnell sagen, wie lang die Person noch ein Geschäft sein wird.

00:37:29: Weil die Leute, die schaffen das irgendwann nicht mehr, die halten diesem Druck nicht Stand, weil die auch irgendwann faul werden, weil sie irgendwann denken, es geht nur noch um sie selbst und es ist ihr Personality-Ding.

00:37:42: Und verstehen nicht, dass es um die Sache geht und ums Produkt geht.

00:37:44: Und du darfst gerne deine Persönlichkeit mit einspeisen.

00:37:48: Hauptsächlich muss es um die Sache gehen.

00:37:51: Weißt du?

00:37:52: Ja.

00:37:52: Und es ist ein schöner Nebeneffekt in diesem Job.

00:37:55: Absolut.

00:37:56: Wenn dich jemand drauf anspricht, keine Ahnung, vor allem in Nordrhein-Westfalen, ist ein Slife eine Marke und ein Sender mit Wucht.

00:38:05: Das ist wirklich, ich finde auch immer, und das sage ich nicht nur, weil ich für ein Slife moderiere, sondern es ist einfach, ein Slife ist auch irgendwo ein Lebensgefühl.

00:38:13: Ja, voll.

00:38:13: Und wenn man dann irgendwo beim Discounter an der Kasse steht und irgendjemand sagt, sag mal.

00:38:21: Kenne ich dich nicht oder habe ich dich nicht schon mal gehört?

00:38:23: Das ist ein riesiges Kompliment.

00:38:24: Ja, vielen Dank dafür und weiter geht's.

00:38:26: Aber genauso wie du sagst, darauf zu hoffen und darauf hinzuarbeiten, der irgendwie Großes da zu werden, das ist, glaube ich, immer der absolut falsche Weg.

00:38:37: Weil das sind schöne Nebeneffekte, die dann dazu kommen.

00:38:40: Es ist immer ein großes Kompliment, wenn ich war zum Beispiel letztens hatte ich eine kulturelle Attacke Larissa und da war ich auf einer Vernissage in Köln mit Freunden auf einer Vernissage von so einem Künstler, da gab es viel Weißwein umsonst, dann kann ich mich noch erinnern,

00:38:55: da standen

00:38:56: wir ja genau.

00:38:57: Du bist aus einer Vernissage.

00:38:58: Ich

00:38:59: war aus einer Vernissage und dann standen wir da in so einer Runde und die ganze Zeit guckte so ein Typ in meine Richtung und ich dachte schon so, weil ich check das ja dann auch immer nicht.

00:39:07: Ich dachte so was, was, was ist denn?

00:39:09: und Irgendwann, so nach dem zweiten oder dritten Glas Weißwein, dass er dann Intos hatte, kam er zu mir, so zu meinen Freunden auch in die Runde und sagte, so, Entschuldigung.

00:39:19: Ich so, ja.

00:39:21: Wissen Sie eigentlich, dass wir immer miteinander aufstehen?

00:39:24: Und dann habe ich erst geschneit, ah, okay, ja.

00:39:26: So habe ich auch geguckt, aber dann habe ich geschneit, was er meint, riesiges Kompliment.

00:39:29: Er guckt das satt, ein Frühstücks-Fernsehen und holt sich da seine Dichtes morgens.

00:39:33: Voll cool.

00:39:35: Aber ich vergesse das auch immer, weil ich da... Also, dass das so die echte Welt ist, weil ich weiß, ich hab bloß nachvollziehen kann.

00:39:42: Das hast du vielleicht auch so.

00:39:44: Wenn ich da hingehe, textisch rum bin so in diesem Arbeitsmodus, dann schlüpfe ich in

00:39:50: diesen Anzug.

00:39:50: Genau, das musst du schnell sagen.

00:39:51: Du schreibst die Moderation selbst, gell?

00:39:55: Also es gibt ein, zwei Matzen in diesen kurzen Nachrichten.

00:39:59: Es gibt sechs Frühausgaben dieser Nachrichten, die gehen so sechs Minuten.

00:40:02: Und die, ich sag mal, großen Anmoderation für die Beiträge schreibe ich selber und der Rest besteht aus oft Matzen.

00:40:08: Da kann ich nicht mehr ganz so viel ändern, weil ein Cutter die Bilder dazu schreibt.

00:40:12: Also

00:40:13: das Bild, das man sieht, man hört im Hintergrund deine Stimme, das muss natürlich eins zu eins zu den Bildern passen, klar.

00:40:19: Aber die Anmoderation, also wenn du dazu sehen bist, das schreibst du ja immer selbst, gell?

00:40:24: Ja,

00:40:24: klar.

00:40:25: Das ist

00:40:25: ein Unterschied.

00:40:26: Danke, dass du das ansprichst.

00:40:27: Vielen Dank, weil am Anfang hat mich das gewurmt, als jemand gesagt hat, ah, toll, jetzt bist du Nachrichtensprecher und ich dachte so...

00:40:36: Ich dachte das aber früher auch, bevor ich beim Radio war und natürlich gesehen habe, dass bei uns auch die Nachrichtenleute, die Sachen alle selber schreiben, habe ich das früher auch gedacht, dass das für einen geschrieben wurde.

00:40:45: Aber das ist ein

00:40:45: riesiger Unterschied.

00:40:47: Also Nachrichtensprecher, die natürlich einen tollen Job machen, aber ich könnte das glaube ich gar nicht, so seine Daubner zum Beispiel, die Königin, so seine Daubner von der Tagesschau ist Sprecherin.

00:40:56: Also soweit ich weiß, ich glaube die kommen an, bekommen Texte, vorgelegt, gebaute Sendungen und präsentieren das dann.

00:41:03: Aber sobald du eine Sendung mit Aufbaus, Gestaltes, mit was machen wir auf und ich liebe das.

00:41:08: Also was kommt nach vorne, was kommt nach hinten, bla bla bla.

00:41:11: Und sobald du deine Texte selber schreibst, moderierst du einfach Nachrichtenformat.

00:41:15: Also bei dem Sender, bei dem ich bin, das sind alles moderierte Nachrichten und nicht irgendwie Steifi Kowski, guten Morgen meine Damen und Herren.

00:41:22: Aber guck

00:41:23: mal noch ein Redaktion darüber.

00:41:25: Wenn du die Sachen...

00:41:25: Ja, klar, auf jeden Fall.

00:41:27: Ja, also der Punkt, dass du da jetzt...

00:41:29: Ja, ja, weil sonst...

00:41:30: Nee, es ist auch wichtig, also vier Augenprinzip und so.

00:41:33: Und ich meine, du sitzt da morgens um vier Uhr und musst irgendwas zu Trump schreiben oder Ukraine oder was weiß ich was, da muss der Kopf schon funktionieren.

00:41:43: Aber wie sind wir da jetzt hingekommen?

00:41:44: Was wollte ich eigentlich sagen?

00:41:45: Genau!

00:41:46: Man schlüpft so in diesen Anzug, geht in die Maske.

00:41:49: Weißt du, dann hast du da irgendwie acht Tonnen.

00:41:51: Wie heißt das unter den Augen?

00:41:52: Konziler drauf.

00:41:53: Konziler.

00:41:54: Genau, was weiß ich was.

00:41:55: Und man ist ja auch so ein bisschen verkleidet.

00:41:57: Das ist einfach so.

00:41:58: Und dann denke ich so nach Feierabend, wenn man sich dann so abschminkt und nach Hause geht, oh, jetzt bin ich wieder so der Philipp.

00:42:04: Weißt du, so der Philipp von der Straße einfach.

00:42:06: Aber klar, man muss natürlich bedenken, du bist da irgendwo, bist du immer bei der Arbeit.

00:42:12: Ich habe auch einen Chef, der sagt eigentlich, sobald du was Egal, denke ich, ob DJ, Schauspieler, Moderator, was weiß ich, was Talkmaster, Podcaster, ich glaube, wir sind immer, irgendwo sind wir immer bei der Arbeit, weil man sich Inspiration holt und, und, und, und, weil du eben mit deinem, mit deinen, deinen, deinen Kunden sag ich mal, Kundenling zu blöd, aber... Weißt du, was ich meine, mit dem Publikum erstellt,

00:42:36: in Berührung

00:42:36: kommen kannst.

00:42:37: Aber bei mir ist es zum Beispiel so früher, es gab eine Zeit, da habe ich noch alleine in Köln gewohnt, war bei Eins Live, da haben wir zusammen unsere Sendung gemacht und in der Zeit habe ich ... wahnsinnig viel gearbeitet also wirklich wie ein Tier also während der Woche Sendung gehabt an den Wochenenden und dann zusätzlich während also nach Radiosendung noch zum Fernsehen gefahren Fernsehen irgendwelche Comedy Sachen gemacht am Wochenende aufgelegt und in dieser Zeit habe ich überhaupt nicht zwischen privater Larry und irgendwie so Arbeits Larry unterscheiden können.

00:43:12: also da war ich ne wie du immer im on quasi und dann Jetzt seit ein paar Jahren, seit ich auch Mutter bin, ist das aber gar nicht mehr so.

00:43:21: Also es ist wirklich so, wenn ich zu Hause bin, dass es eher so, dass mir jetzt gerade so zwisch, also es manchmal schwerfällt, dieses Switchen, weil ich muss extrem Switchen, weil ich war davor auch, hatte ich gar nicht so ein richtiges, so ein krasses Privatleben wie jetzt, also weil ich war ja so nicht so viel unter, du warst zum Beispiel viel mehr unterwegs als ich, weißt du?

00:43:44: Ich war damals, ich habe immer so meine... paar Freundinnen gehabt und ... Und das war es und habe dann auch nicht so viel damals gemacht.

00:43:52: Also die einzige Person, mit der ich mich wirklich viel getroffen habe, damals war es du.

00:43:55: Man muss doch sagen, Philipp und ich waren...

00:43:56: Ja, ich wollte gerade sagen, ich war deine einzige Freundin.

00:43:59: Ja, eigentlich war es... Ja, also eine Weile lang auf jeden Fall war es schon so, dass du einer der wenigen Freunde von mir warst.

00:44:04: Und wir haben ja damals auch beide nicht weit voneinander entfernt gewohnt.

00:44:08: Wir haben dann auch wirklich alles zusammen gemacht.

00:44:10: Wir sind sogar zusammen, wir haben uns getroffen, um zusammen in den Supermarkt zu gehen.

00:44:13: Haben zusammen einen Supermarkt eingekauft, weißt

00:44:15: du noch?

00:44:15: Da habe ich

00:44:15: letztens

00:44:16: noch dran gedacht, weil ich heute noch ab

00:44:17: und zu diesen... Das war

00:44:18: so schön!

00:44:19: Also ich habe mich mittlerweile von diesem Supermarkt verabschiedet, weil ich gemerkt habe, okay, warte

00:44:23: mal, das ist

00:44:23: ja schon teuer.

00:44:24: Man kann auch einfach zum Biscounter fahren und die werden immer besser.

00:44:29: Aber letztens war ich da und dachte noch so, Hammer, hier standen wir zusammen und haben uns irgendwie darüber unterhalten, welche Klo-Steine besser sind.

00:44:36: Also es war schon

00:44:38: wie

00:44:38: so eine getrennte WG quasi.

00:44:40: WG auf Abstand hatten wir.

00:44:42: Ja, und dann ist mir später irgendwann aber aufgefallen.

00:44:48: Jahre später, als ich dann schon in Heidelberg gewohnt habe und mein Mann zusammen war und so, habe ich dann irgendwann mal nach Fotos gesucht von dieser Zeit.

00:44:56: Und ich hatte fast nur Instagram Stories oder Fotos von Instagram und so.

00:45:01: Keine privaten.

00:45:03: Und ich habe nichts Privates richtig gemacht, weil ich so fertig war von der Arbeit, weil ich die Arbeit auch immer so extrem mit nach Hause genommen habe.

00:45:10: Weißt du, dass ich irgendwie, ich habe gar nicht abgeschrieben.

00:45:11: Ich war immer die, die ... Das war nicht Fake oder so.

00:45:16: Ich war ja so.

00:45:17: Aber das war irgendwie die ganze Zeit, war ich so die nach Außen-Larie irgendwie.

00:45:22: Und dann ist das jetzt ganz anders.

00:45:26: Ich treffe mich viel mehr mit meinen Freundinnen.

00:45:28: Ich bin viel mehr so private Larie sozusagen und schaffe es wirklich komplett oder überwiegend auszuschalten.

00:45:36: dann ist es auch für mich wieder ein bisschen schwierig, wenn ich wieder arbeite, wenn ich zum Beispiel auflegen fahre.

00:45:41: Ich brauche diese Zeit im Zug von zu Hause, die Zeit, bis ich im Klub bin, um... wieder Larry zu werden.

00:45:49: Wie soll ich das erklären?

00:45:51: Ist das einfach ein anderer Teil von mir?

00:45:52: Aber bereust

00:45:52: du die Zeit von damals bereust du es oder sagst du

00:45:55: mir auch, dass es so geil war.

00:45:58: Exakt

00:45:58: war

00:45:58: man sich doch so eine starke, wie sagt man nicht, Unterlage, so ein Fundament erst mal aufbauen muss.

00:46:05: Und

00:46:05: das ist genau

00:46:06: die Zeit.

00:46:07: Ja, das genau.

00:46:09: Das war meine Zeit.

00:46:10: Das war meine Zeit, wo ich hundert Prozent geben musste und hundert Prozent geben konnte.

00:46:15: Und so konnte ich zum Beispiel Beispiel dann auch, mir später die Jobs dann auch aussuchen.

00:46:19: Dann hatte ich nämlich eine Familie und habe zwei Kinder.

00:46:24: Und jetzt ist es so, dass ich halt mir wirklich die Jobs zum Teil halt aussuchen kann und sagen kann, okay, ich mache jetzt den Gig und den Gig, nee, den möchte ich jetzt einfach nicht machen.

00:46:32: Aber das ist, weil ich vorher so Gas gegeben habe und das war voll geil.

00:46:36: Das war gut so.

00:46:37: Du bist, finde ich, jetzt auch viel privater als früher.

00:46:39: Du hast damals auch eigentlich nur Hauptsache, was mir mehr gemacht.

00:46:42: Und jetzt

00:46:42: bist du

00:46:43: viel mehr so... Mein Leben ist dann

00:46:45: eine Zeit lang... Schau mal, ich bin mit einundzwanzig oder so... Es gab eine Zeit, da war ich bei drei Radiostationen gleichzeitig.

00:46:51: Ich war bei eines live, da habe ich angefangen.

00:46:53: Ja, das ist schon bestört.

00:46:54: Riesiger Sender, aber du musst erstmal... Es ist ja nicht gesetzt, ja?

00:46:58: Also, da muss man sich... Ich glaube, so ehrlich darf man sein.

00:47:01: Wie aber in jedem Unternehmen, die einen haben Probezeit und die anderen müssen sich halt erstmal beweisen... arbeiten, passt man überhaupt in dieses Programm zu diesem Sender?

00:47:10: oder sagen dann irgendwelche Chefs und entscheidern, ja, warte mal, wir mögen deine Stimme nicht oder die Art und Weise, wie du redest oder wie auch immer, wir trennen uns nach einem Jahr oder sowas.

00:47:20: So was gibt es, das gehört dazu, Berufsrisiko.

00:47:22: Ich habe damals rumgeheult und meine Agentin meinte so, Philipp, guten Morgen, Berufsrisiko.

00:47:25: Wenn du das nicht machen willst, wenn du Sicherheit haben willst, dann geh zur Bank.

00:47:29: Und recht hatte sie.

00:47:30: Also man musste sich irgendwann entscheiden und für mich gab es aber nie einen Plan B. Und um das abzuschließen, es gab dann ein Slive, es gab Enjoy vom NDR in Hamburg, also Köln, Hamburg und ich war noch bei Rock Antenne, weil ich mich so verbunden gefühlt habe zu diesem Sender, weil ich da angefangen habe und das war, dann bin ich wirklich mit meinem Hund zwischen diesen drei Städten gefahren, mit dem Auto, weil es mit dem Zug damals nicht ging, wie mit dem Hund und so, das war ein großer Und ich werde das nie vergessen, aber genauso wie du.

00:48:02: Im Nachhinein, würde ich sagen, war das wirklich ein Investment?

00:48:06: Genau, das war ein

00:48:07: Investment.

00:48:09: Und deshalb frage ich dich, bereust du es?

00:48:11: Weil manchmal ... Wenn ich so jetzt nicht, aber ich hatte eine Zeit vor paar Jahren, da saß ich so im stillen Kämmerlein oder keine Ahnung, hat man ja oft so, dass man so thinking about the meaning of life und da dachte ich schon so, krass, ich bin nie Richtung Bali geflogen, war nie in Australien oder so oder war mal irgendwie in Neapel ein Jahr und hab mich da, hab irgendwie was, hab italienisch gelernt oder hab so ein Auslandsjahr gemacht, nur... für mich, weil es der Rucksack gepackt, gekennert und abgeht, sondern ich war direkt, ich hatte mit sechzehn meine erste Steuernummer als Freiberufler, ja.

00:48:41: Und dann musst du dich mit irgendwelchen Künstler, Sozialkassen beschäftigen, steuern, bla, bla, bla, bla, bla und gucken, dass es läuft.

00:48:47: Aber jetzt im Nachhinein, wenn ich mich umdrehe, winke ich diesen Philipp zu und sage, hast du wirklich gut gemacht?

00:48:53: Da bin ich selber.

00:48:54: Und ich glaube, du auch.

00:48:56: Ich hätte das auch gar nicht anders machen können.

00:48:59: Wir sind halt so Typen.

00:49:00: Wir waren halt so Typen auch einfach.

00:49:02: Ich zum Beispiel, ich hab nie verstanden, wie Leute, auch als wir schon bei uns live waren, da haben sich unsere Kollegen danach immer noch auf so ein Bierchen irgendwie verabredet.

00:49:10: Ich

00:49:10: dachte, ich hab

00:49:11: dir die Energie.

00:49:12: Ich bin so fertig schon.

00:49:14: Ich muss morgen irgendwie wieder auflegen oder irgendwie dessen.

00:49:16: Bei mir hat sie auch immer gerattert und ich glaub, deswegen konnten wir miteinander, weil wir beide

00:49:20: auch... Wir waren da gleich.

00:49:22: Wir waren da genau gleich und wir haben auch einfach die Klappe halten können.

00:49:24: Wir konnten noch einfach nebeneinander sitzen und Fernsehen gucken.

00:49:30: Ich hätte damals nie mit jemandem treffen können und mit dem Fernsehen gucken können oder so.

00:49:35: Und ich glaube, deswegen hält unsere Fernbeziehung hier auch so irgendwie, weil wir dieses Fundament auch in unsere Freundschaft investiert haben.

00:49:45: Eigentlich ist es schon fast ein gutes Schlusswort.

00:49:47: Eigentlich sind wir schon so.

00:49:49: eigentlich rundet das das Ganze ab.

00:49:50: oder wolltest du noch was sagen?

00:49:52: Ja, ich

00:49:52: wollte noch was sagen, aber der Delay hat mich natürlich wieder rausgebracht.

00:49:56: Ich wollte sagen, wir sind gerade wieder aufgefahren.

00:49:57: dass ich glaube, vielleicht habt ihr uns dankenswerterweise mal gehört beim Radio oder so, dann wisst ihr, wie lange wir zusammen moderiert haben.

00:50:05: Aber wirklich, ich sage immer, fast zehn Jahre, ich glaube, es waren nur sechs oder sieben, aber wir haben wirklich sehr, sehr viele Stunden.

00:50:13: In diesem Live-Studio verbracht.

00:50:15: eine Sendung haben wir jahrelang gemacht, immer sechs Stunden.

00:50:17: Dann haben wir die Nachmittagssendung gemacht, vier Stunden lang.

00:50:19: Also Freitagabend, sechs Stunden, Nachmittagssendung, vier Stunden.

00:50:23: Samstagvormittag haben wir lange gemacht.

00:50:25: Das vergisst du zum Beispiel immer wieder.

00:50:27: Ja, ich vergesse es nicht.

00:50:28: Wir haben so viel Zeit zusammen verbracht in diesem Studio.

00:50:33: Und manchmal, wenn man sich so viel hört und sprechen hört.

00:50:36: ist mir gerade auch aufgefallen, du sagst exakt, ich sag exakt, ja, also wir reden auch manchmal wirklich.

00:50:40: Ja, wir hatten eine Zeit lang, haben wir wirklich immer die... im gleichen

00:50:43: Duktus und so, um das nochmal abzuschließen und weißt du was ich meine?

00:50:47: Mein

00:50:47: Mann hat zum Beispiel mal zu mir gesagt, wenn ich die Woche über, ich war ja mal eine Woche am Stück in Köln, hab aber schon Heidelberg gewohnt, ja, und hab dann da oft auch bei Philipp dann übernachtet, um mir die Hotelkosten natürlich zu sparen, weil die musste natürlich alle selber tragen.

00:50:59: Ich

00:50:59: dachte,

00:51:00: du bist

00:51:00: Zeit mit mir verbringen, jetzt kommt's raus, jetzt wird's schmutzig.

00:51:05: Mein Mann hat immer gesagt, wenn ich nach Hause kam, dann wurde einfach immer so einen halben Tag lang Philipp genannt.

00:51:10: Weil ich die ganze Philipp, äh, schatz.

00:51:13: Weil ich dann einfach das so im Kopf hatte schon.

00:51:15: Und wir haben auch eine Zeit lang, haben wir wirklich gleich geredet und die gleichen Wörter benutzt und so.

00:51:18: Das war schon echt, seit dann wie so ein altes Ehepaar.

00:51:20: Das war schon abgefahren.

00:51:21: Aber

00:51:21: total schön, dass wir jetzt wieder zusammenkommen.

00:51:23: Ja, dieses total abgefahrenes habe ich auch vermisst.

00:51:25: Das war auch lange Zeit.

00:51:26: dein, es ist einfach dein, dein...

00:51:28: Von dir habe ich dieses... Verstehst du, was ich meine?

00:51:31: Das habe ich von dir.

00:51:32: Weißt du, wo ich hin will?

00:51:34: Weißt du wo, ja.

00:51:37: Weißt du?

00:51:37: Gerade kommt, wenn wir kommen noch so viele Sachen, noch so viele Insider, die wir unseren Leuten jetzt hier, die jetzt noch dran geblieben sind, mal erklären müssen und erzählen müssen und unsere Pannen, die wir hatten, unsere, wo wir eigentlich jetzt sind.

00:51:50: Ja, wir haben auch ein bisschen Leben getauscht.

00:51:51: Damals pendelte Larissa immer von Heidelberg nach Köln, jetzt pendel ich von Köln nach Berlin.

00:51:56: Ach Mensch, ey, also wir fallen jetzt gerade noch so viele Sachen ein, über die wir reden könnten.

00:52:00: So viele Insider von unserem Chef.

00:52:02: Weißt du noch, als so eine zu uns kam man, die ihr seit immer nur moderieren.

00:52:05: Wer das war und was dahinter steckt, das werden wir noch, ihr seid immer im Senten, das werden wir noch in Ruhe erzielen.

00:52:11: unserer Welt, der Medien und aus unserer Berufswelt aber auch generell aus unserem jetzigen Leben.

00:52:19: Da könnt ihr mit da haben.

00:52:20: Deswegen Philipp und ich, wir werden ab jetzt keinen Kontakt mehr miteinander pflegen.

00:52:23: Nur noch hier über Pottimo.

00:52:24: Und ihr könnt jetzt jeder Woche dabei sein.

00:52:27: Ihr könnt auch ein Abo abschließen, um nichts zu verpassen.

00:52:30: Diese Folge gibt es jetzt kostenlos auf Pottimo zu hören.

00:52:33: Ihr müsst einfach nur die App runterladen und... uns lauschen.

00:52:37: Wir würden uns sehr, sehr darüber freuen.

00:52:39: und es gibt doch mehr.

00:52:40: Ihr könnt nämlich hier so Kommentare schreiben und dann könnt ihr uns eine Frage stellen.

00:52:46: Und wir beantworten euch diese Frage in unserem Bonus Content bei Podimo.

00:52:51: Da könnt ihr einfach dann drauf klicken und da beantworten wir eure Fragen mit unserer Expertise, weil wir sind Experten in allem.

00:53:00: Ja, Lebenshilfe einfach.

00:53:01: So aus unserem Alltag, aus unserem Leben.

00:53:05: Was, was würden wir machen?

00:53:06: Manchmal braucht man so einen leichten, so einen Anstupser, um was zu erledigen.

00:53:10: und vielleicht sagen euch eure Freunde irgendwie, die haben dann zwanzigtausend Ideen, wie ihr was lösen könntet, ein Problem angehen könntet, aber vielleicht haben wir ja wirklich die Lösung für euch.

00:53:20: Also ab jetzt könnt ihr uns fröhlich hören hier auf Pottimo.

00:53:24: Wir freuen uns sehr, wenn ihr dabei seid und Teil unserer Fernbeziehung werdet von Philipp und mir.

00:53:29: Ja,

00:53:30: wir hören uns sehr freuen.

00:53:31: Alles Gute Larissa, beruflich und privat.

00:53:33: Grüße zu Hause.

00:53:33: Ebenso.

00:53:34: Tschüss.

00:53:35: Ciao.

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